Nationales Fachprogramm tiergenetische Ressourcen

Deckblatt Nationales Fachprogramm, © BLE

Die Bundesregierung hat im Jahr 2007 die nationale Strategie für die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt beschlossen. Im gleichen Jahr wurde vom BMEL die Agrobiodiversitätsstrategie „Agrobiodiversität erhalten, Potenziale der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft erschließen und nachhaltig nutzen" veröffentlicht. Diese ergänzt die vom Bundeskabinett beschlossene nationale Strategie und verfolgt drei übergeordnete Ziele:

  • Erhaltungsinfrastruktur sichern und ausbauen,
  • Nutzungssysteme weiter entwickeln und
  • die internationale Zusammenarbeit verstärken.

Die Strategie beschreibt sowohl sektorbezogen als auch sektorübergreifend Ausgangslage, Handlungsbedarf und identifiziert notwendige Maßnahmen. Sie bildet damit einen kohärenten Rahmen für die sektoralen Nationalen Fachprogramme wie das „Nationale Fachprogramm zur Erhaltung und nachhaltigen Nutzung tiergenetischer Ressourcen Tiergenetischer Ressourcen“ des BMEL, welches 2003 durch die Agrarministerkonferenz verabschiedet wurde.

Mit diesem Nationalen Fachprogramm wurde ein wichtiger Schritt in Richtung eines nachhaltigen und effizienten Systems für die Erhaltung und Nutzung tiergenetischer Ressourcen für Ernährung und Landwirtschaft in Deutschland geschaffen. Als Kernziele werden nennt das Fachprogramm:

  • das Monitoring, d.h. die regelmäßige Überprüfung des populationsgenetischen Status der einheimischen;
  • die Einrichtung, Anlage, Pflege und Verwaltung einer Nationalen Kryoreserve der gefährdeten heimischen Nutztierrassen;
  • die Entwicklung nachhaltiger Zuchtprogramme mit der züchterischen Zielsetzung der genetischen Erhaltung